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Badezimmer - News

Bad komplett auf 1,5 Quadratmeter

2009-01-21 17:39 von Patrick Vilsecker

Für die meisten von uns selbstverständlich, in vielen, vor allem älteren Wohnungen jedoch nicht Standard: ein separates Bad mit Badewanne und/oder zumindest Dusche. Diesen wesentlichen Lebensraum für Körper und Geist dennoch realisieren zu können, lassen sich Hersteller immer wieder viel einfallen.

Einer der wohl kleinsten derzeit angebotenen Versionen von Dusche, Toilette, Waschbecken und Glasschrank erfüllt die Sanitärsäule Namens Coloswing. Untergebracht auf einer Grundfläche von 0,85 x 1,80 Meter. Der bewegliche Waschtisch gibt je nach Bedarf Toilette oder Duschkabine zur Benutzung frei. Waschtisch, WC und Dusche ist komplett an die Sanitärsäule angeschlossen. Der kompakte Installationsträger und Raumteiler hat ein stabiles Rahmengerüst, das unter der ansprechenden Kunststoffverkleidung unsichtbar bleibt. Erstaunlich reich auch das Innenleben der schlanken, knapp 2,40 Meter hohen und 48 Zentimeter breiten Säule: Neben Wasserleitungen und Abläufe für Waschtisch und WC ist auch Platz für einen 6 Liter fassenden Spülkasten. Ein elektrischer Durchlauferhitzer lässt sich über dem Spiegelschrank anbringen, falls das Warmwasser nicht zentral aufbereitet wird. Das wäre auch eine ideale Zweitbad-Lösung für große Familien.

Wer etwas mehr Platz zur Verfügung hat, aber dennoch nicht so viel, dass es für eine normale Badewanne reicht, dem kann mit den neuen Badezimmer-Ausstattungen ebenfalls geholfen werden. Die nächste Generation der etwas unbequemen Sitzbadewannen bietet mehr Komfort. So gibt es beispielsweise gut durchdachte Badewannenlösungen, die am Fußende nur 60 Zentimeter Breite aufweisen (ein gutes Anschlussmaß zum Beispiel für die angrenzende Waschmaschine), aber am Kopfende bequeme 80 Zentimeter breit sind. Ergonomisch ist die Badewannenform so ausgestattet, dass sie auch als bequeme Dusche genutzt werden kann.

Kleine Badezimmer zumindestens optisch vergrößern lässt sich mit einiger Überlegung auch recht gut realisieren. Beengend wirken zum Beispiel oft Duschvorhänge. Jedoch ohne geht es auch nicht, denn wer möchte schon jeden Morgen eine halbe Überschwemmung beseitigen müssen. Etwas offener wirkt der Einbau einer Duschkabine aus Glas oder Kunstglas. Als Ecklösung mit Seitenwand, mit raumsparendem Diagonaleinstieg oder direkt im Anschluss an die Badewanne mit verkürzter Seitenwand. Manche dieser Ausführungen sind auch für Mieter interessant, denn sie können beim Wohnungswechsel ohne großen Aufwand wieder abmontiert werden.

Keine Angst vor Holzpaneelen im Badezimmer. Eine komplette Raumausstattung mit Fliesen wirkt oft kalt. Gemütliche Wärme strahlen dagegen Holzpaneele aus. Diagonal an Wänden und Decke verlegt wirken sie zudem raumvergrößernd. Wichtig ist bei Holz nur, dass auf die richtige Hinterlüftung geachtet wird. Das heißt, zwischen Wand und Paneele muss genügend Raum sein, damit das Kondenswasser gut abdampfen kann.

Im übrigen gelten für Wandanstriche oder Tapeten optische Gesetzmäßigkeiten wie keine allzu großen Tapetenmuster in kleine Räume; hohe Räume wirken niedriger, wenn der Deckenanstrich dunkler ist als der Wandanstrich; niedrige Räume wirken hingegen höher, wenn der Fußbodenbereich dunkel gehalten ist und die Wände heller, verstärkt werden kann dies durch vertikale Tapetenmuster. Eine richtige Höhle entsteht bei dunklem Fußboden und Deckenbereich und hellen Wänden.

Ablageflächen kann man im Bad nie genug haben. Sei es für Hand- und Badetücher, für allerlei Kosmetikartikel, für Krimskrams eben. Bei Altbauten sind Heizungsrohre oft sichtbar. Hier bietet es sich an, drum herum ein Regal einzubauen. Einfachste Lösung: links und rechts der Rohre Regalschienen andübeln und die Regalböden im Rohrbereich entsprechend aussparen. Bei Vorwandinstallationen kann der Platz unter dem Waschbecken durch passende Schränke gut genutzt werden. Und so mancher Heizkörper ist heute so ausgerichtet, dass er auch gleichzeitig als Handtuchhalter dienen kann.

Wer für sein Leben gerne badet und daher entsprechenden Wert auf die Einrichtung legt, für den gibt es übrigens eine relativ preisgünstige und mit wenig Arbeitsaufwand verbundene Badewannen-Renovierung: das Wanne-in-Wanne-System. Dabei wird die alte Badewanne nicht komplett ausgebaut, sondern nur ausgeschnitten und die neue einfach draufgesetzt. Die Auswahl bei diesen Wannen ist groß, denn der benötigte Platzbedarf wird individuell errechnet. Und was die Farbe und Ausstattung anbelangt: von der einfachen Weiß-Ausführung über eine bunte Farbpalette bis hin zu eingebauten Massagedüsen ist alles möglich.

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