Armaturen in Küche und Bad
2009-01-20 12:12 von Patrick Vilsecker
Wasser- und Energiespartechnik gut verpackt
Moderne Bad- und Küchenarmaturen können uns das tägliche Leben durchweg erleichtern: von kinderleichter Bedienung einmal abgesehen bringen Keramikdichtungen beispielsweise Wartungsfreiheit; Armaturen lassen sich auch beliebig schwenken oder verschieben, und das Wasser kommt bedarfsgerecht softig oder nadelhart heraus.
Die traditionelle Zweigriffarmatur ist nach wie vor preiswert in der Anschaffung und problemlos in der Reparatur. Als Nachteil wird hier aber der unnötige Wasserverbrauch angesehen, denn bis die gewünschte Temperatur erreicht ist, fließt entsprechend viel von dem wertvollen Nass dahin. Wasser- und Energieverbrauch sind also trotz Durchflussbegrenzer immer noch höher als bei Einhebelmischern. Diese sind zwar teurer und vom technischen Aufbau her komplizierter, aber in Küche und Bad stark im Kommen - nicht zuletzt wegen des angenehmen Vorteils einer sofortigen und exakten Mischwassereinstellung.
Dies lässt sich natürlich auch durch eine thermostatisch gesteuerte Mischarmatur erreichen. Die gewünschte Wassertemperatur kann hier gradgenau eingestellt werden, eine äußerst bequeme Sache beim Baden oder Duschen.
Angenehm sind außerdem Weiterentwicklungen wie die litergenaue Einstellung bei der Badewannenfüllung. Die programmierte Füllmenge wird über einen Skalengriff eingestellt, und das einlaufende Wasser wird exakt bei Erreichen des eingestellten Maßes gestoppt. So gibt es keine bösen Überraschungen mehr, wenn man mal wegen eines Telefonates das Badewasser vergisst.
Bei High-tech-Armaturen wird solches natürlich über Sensoren geregelt. Die gewünschte Funktion - zum Beispiel „Wanne füllen“ - wird einfach angetippt und schon ausgeführt. Solche Anlagen werden normalerweise mit einem 12-Volt-Sicherheitstransformator betrieben.
Viele kennen es sicher schon von Hotels oder öffentlichen Badeanstalten: fließendes Wasser durch berührungslose Steuerung. Dies kann auch im privaten Haushalt eine durchaus nützliche Sache sein. Hier übernehmen Fotozellen die Arbeit. Vom Einbau her ist dies übrigens keine große Angelegenheit.
Damit Kinderhände vor Verbrühungen geschützt sind (und natürlich nicht nur diese), ist der Einbau eines Heißwasserbegrenzers sinnvoll. Nützlich sind auch zusätzliche Anschlüsse bei Waschtischarmaturen, beispielsweise für die Munddusche, oder eine problemlos herausziehbare Brause zum Haare waschen oder zum Füllen von Eimern.
Ob Neubau oder Renovierung: wassersparende Armaturtechnik ist heutzutage sicher ein wesentliches Verkaufskriterium. Bis zu 50 Prozent Wassereinsparung bringen laut Hersteller beispielsweise die sogenannten „Turbo-Jet-Patronen“. Der mit dieser Patrone versehene Einhebelmischer lässt sich genauso leichtgängig öffnen wie bisher, aber nur bis zur Hälfte. Dann wird ein Federprinzip wirksam. Will der Benutzer die volle Laufmenge, muss er den Hebel nach oben drücken und an dieser Stelle halten. Sobald er aber loslässt, schnappt der Hebel zurück und lässt nur noch die Hälfte Wasser durchfließen.
Farbe und Design im Einklang
Das klassische Chrom in Bad und Küche ist zwar nach wie vor dominierend und sicher auch noch lange Zeit nicht wegzudenken, aber zunehmend kommen farbig-poppige oder golden-edle Armaturen auf den Markt. Hier gibt es denn auch mittlerweile für jeden Geschmack genügend Auswahl. Interessant sind darunter Varianten mit Dekorscheiben, die farblich schnell und problemlos ausgewechselt werden können, oder jene wirklich bunten Wasserhähne, bei denen die Einzelteile farblich beliebig zusammenstellbar sind.
Technisch verbessert haben sich insbesondere Küchenarmaturen: Hohe Schwenkarme und ein großer Schwenkbereich ermöglichen ein bequemes Arbeiten ebenso wie der herausziehbare Auslauf oder die Geschirrbrause mit umstellbarem Strahl (vom Softstrahl bis zum Nadelstrahl), oder der Dispenser für flüssiges Spülmittel. Nützlich sind natürlich auch eine ganze Reihe von Zusatzgeräten: Mit Hilfe einer Schnappkupplung können zum Beispiel Pfannenschaber, eine Flaschenbürste oder sogar eine Filterbrause angeschlossen werden.
Bei all der modernen Technik sollte natürlich die Pflege nicht außer acht gelassen werden. Aus diesem Grund haben sich bei den Armaturen die wesentlich kalkunempfindlicheren Keramikdichtungen durchgesetzt. Manche Hersteller bieten auch einen integrierten Kalkschutz an.
Leicht zu reinigen sind im übrigen die neuen Oberflächenmaterialien. Im Normalfall genügt ein weicher Lappen oder ein Leder und warmes Wasser, bei Bedarf noch etwas milde Reinigungsseife dazu. Wenn sich Kalkflecken zeigen, sollten diese nicht mit scharfen beziehungsweise rauhen Mitteln entfernt werden, sondern mit etwas Essig und Wasser. Vergoldete oder messingversiegelte Oberflächen können mit einem Silberpoliertuch leicht nachbehandelt werden.
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